Im Schatten des Mondes

Eintrag aus dem Tagebuch von Gorim, Sohn des Taragrim

Willkommen in Andergast

Eintrag aus dem Tagebuch von Gorim, Sohn des Taragrim, Datum unbekannt
(Übersetzt aus dem Rogolan)

Andergast – Ich habe nicht gedacht, dass eine Stadt so stinken kann. Mir ist sowieso unverständlich, warum sich so ein Weiler überhaupt eine Stadt genannt wird.
Alles fing bereits vor den Toren an:
Wir hatten uns in Begleitung des selbst ernannten Zwergenforschers Emerian Feldwelzer und seiner tumben Begleitung Degon – Ich sollte mein verbliebenes Auge weiterhin auf sie halten – von Samrodgorosch aufgemacht, eine Geschichte, die ein Andermal erzählt werden soll. Nachdem den anderen ihre Waffen abgenommen und zwei von ihnen festgenommen wurden, musste mir dieser hochgeschossene Witz von einem Wachmann tatsächlich erklären, dass man in Andergast keine Waffen führen darf. Lächerlich!
Abartigerweise ist in den Landen der Menschen der Brauch der Bestechung weit verbreitet und ich musste mein Geburtsrecht auf diese Weise nachweisen. In der Stadt machte ich mich auf den Weg zu dem Gasthaus, in dem wir diese Nacht kostenlos auf die Einladung des örtlichen Händlers Ebelfried Eisinger hin unterkommen sollten: dem fetten Schinken.
Auf dem Weg musste ich mich neben dem Unrat der Stadt noch mit dem Unrat der Stadt, den Schwarzeicheln – was für ein lächerlicher Name – auseinandersetzen. Eine örtliche Schlägertruppe, ungefährlich.
Abends in der Taverne verkündete uns Ebelfried den Grund dafür, dass er uns eingeladen hatte:
Rafim-Amad Lamperez, ein Tuchhändler und Freund von Ebelfried, soll Gerüchten zufolge nicht nur mit Tuchen handeln – ein Gifthändler. Am nächsten Abend sollte Lamperez eine Feier abhalten. Wir sollten als Begleitung von Ebelfried die Feier besuchen und den Gerüchten nachgehen – wenn wir handfeste Beweise finden, umso besser.
Auf der Feier haben wir also damit begonnen uns in dem Anwesen des Tuchhändlers umzusehen. Das erste, was uns auffiel war, dass der Tuchhändler ein halbes Dutzend bewaffneter Söldner aus seiner Heimat in einem der Hinterzimmer für irgendetwas bereithielt. Wofür braucht ein Tuchhändler so viele bewaffnete Männer? Erwartete er einen Angriff? Waren die Söldner wirklich zu seinem Schutz vor Ort? Wir verschafften uns Zugang zu den Privaträumen von Lamperez und schauten uns um. In einer Betttruhe wurden wir tatsächlich fündig: dort, fast präsentiert, fanden wir ein kleines Fläschchen mit einer zähflüssigen farbigen Flüssigkeit.
Irgendetwas stimmte nicht… Die Söldner, die präsentierte und offen zu findende Giftdosis…
Nach der Feier berichteten wir Ebelfried von unserem Fund. Er wollte sich mit der Stadtwache in Verbindung setzen.
Mein schlechtes Gefühl ist seitdem nicht verschwunden.
In dieser Nacht habe ich nicht geschlafen.

Bisher keine Spur von Garmon…

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Woodshape

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