Nagash

Gildernloser Magier mit großem Wissensdurst & Neugier

Description:

Nagash ist rund einen Schritt und vier Spann groß und wirkt auf den ersten Moment etwas schlaksig. Er hat langes schwarzes Haar, welches bis zu den Schultern reicht und einen Vollbart. Er hat einen hellen Teint, doch das markanteste sind seine Augen. Diese besitzen eine so hell blaue Farbe, dass man in manchen Fällen glaubt in eine eisige, kalte Welt hinter diesen zu blicken. Der Eine oder Andere mag sein Blick zunächst stechend und vielleicht sogar als unangenehm empfinden. An seiner rechten Hand sind Verbrennungen und alte Wunde zu erkennnen.

Bio:

Edorians_Haus.jpg Nagashs Heimat ist ein kleines Dorf mit dem Namen Wirselquell. Er wuchs allerdings nicht direkt in Wirselquell, sondern rund eineinhalb Dorgosch entfernt, in einem kleinen Haus inmitten des Waldes auf. Für Nagash hat diese Beschreibung allerdings einen faden Beigeschmack, denn sein wahrer Geburtsort ist ihm unbekannt. Auch seine Eltern, oder die Namen dieser kennt er nicht. Hin und wieder ist er auch ganz froh darüber, denn scheinbar haben diese ihn kaltherzig zurückgelassen – welche Eltern bringen soetwas hinter sich?
Edorian_Daske.jpg Die einzige Familie die er hat, ist sein Ziehvater Edorian, ein etwas verschrobener, aber liebevoller Magier und Wissenschaftler. Dieser verschwieg Nagash lange Zeit die Wahrheit über dessen Vergangenheit und so war Edorian immer sein Vater gewesen. Doch für Edorian war die Lüge auf dauer nicht tragbar, aus seiner Sicht hatter er die Verpflichtung Nagash die Wahrheit zu sagen. Lange Zeit schob er diese Aufgabe vor sich hin und versuchte diese durch seine Forschungsarbeit zu verdrängen. Er wusste, dass sein Ziehsohn mit der Wahrheit zu kämpfen haben wird. Als Nagash acht Jahre alt war, fasste er sich schließlich ein Herz und öffnete Nagash die wahren Hintergründe seiner Vergangenheit.

Es war ein schwüler Spätsommertag gewesen, als Edorian ihn während des Sammelns von Pilzen, Kräutern und Beeren im Wald zur Seite nahm und mit etwas zittriger Stimme erklärte, dass er Nagash vor acht Jahren an einer Kreuzung nahe Wirselquell gefunden hatte. Er sei in Leinen eingewickelt vor einem Wegweiser abgelegt worden. Nicht einmal zwei Monate war er alt gewesen. Edorian erklärte Nagash, dass er ihn zunächst an ein Weisenheim übergeben wollte, doch als er ihn vom schlammbedeckten Boden aufhob spürte er etwas in ihm, dass ihn dazu brachte, Nagash selbst aufzunehmen.Er konnte es sich zunächst nicht erklären, doch mit den Jahren verstand er, dass er die schlummernden magischen Kräfte gespürt hatte.
Für Nagash geriet die Welt an diesem Tag ins Wanken und er hatte lange damit zu kämpfen die Wahrheit zu akzeptieren. Letzendlich war er seinem Ziehvater aber dankbar, dass er die Wahrheit offenbart hatte, doch noch viel wichtiger, Edorian hatte ihn damals mit zu sich genommen und ihn wie seinen eigenen Sohn aufgezogen. Er war sehr froh darüber.

Edorian war nicht nur ein gute Vater, er hatte zudem das Potential in Nagash erkannt und die Möglichkeit dieses zu erwecken.
Zunächst lehrte Edorian ihm viel über Pflanzen, Kräuter und deren Einsatzgebiete beziehungsweise Wirkungen. Er lernte aber auch welche Pflanzen verzehrt werden konnten und wie man sich in der Wildnis zurecht findet. Ab dem zehnten Lebensjahr begann dann die Lehre der Alchemie und der Magie. Nagash erwies sich als wissbegieriger und talentierter Schüler. Allerdings musste Edorian ihn hin und wieder ermahnen, da dieser zu Überheblich geworden war.
Andere Lehrmeister und angehörige der Magiergilden würden Edorian als Quacksalber oder sogar als hinterwäldlerischen Irren bezeichnet, denn für sie wären die Methoden und Lehren Edorians veraltet, verdreht oder einfach falsch. Doch für Nagash, der nichts anderes kannte, waren diese der glitzernde Weg zu magischen Formeln, Sprüchen und Orten, die noch kein anderer gesehen hatte.

Nach weiteren zehn Jahren war aus Nagash ein junger Mann geworden, der für sein Alter erstaunliche Fortschritte in der Handhabung der Magie gemacht hatte. Eine besondere Begabung schien er in destruktiven Zaubern zu haben, da er den Ignifaxius für sein Alter sehr gut beherrschte. Zusammen mit seinem Ziehvater und Lehrmeister experimentierte und forschte er an den unterschiedlichsten Dingen. An einem schicksalshaften Tag veränderte sich jedoch alles und Nagashs Welt wurde erneut ins Chaos gestürzt.

Bei einem Experiment unterlief den beiden ein folgenhafter Fehler. Die experimentelle Apparatur, die die beiden im Keller des Hauses gebaut hatten, explodierte und zerstörte das Haus. Wie durch ein Wunder überlebte Nagash, allerdings war sein rechter Arm samt Hand verbrannt, an einigen Stellen so stark, dass sich die nun kohleartige Haut abpellte. Edorian hatte dieses Glück nicht gehabt, denn Nagash fand ihn tot in einer Ecke.
Als er unter seelischer und körperlicher Pain aus den Ruinen nach draußen kletterte hörte er laute Stimmen aus der Richtung des Dorfes kommen. Die Dorfbewohner hatten das Unglück scheinbar mitbekommen und waren nun da, um ihm zu helfen! Als die Bewohner näher kamen, musste er allerdings feststellen, dass diese eher einer Meute glichen und mit Mistgabeln, Knüppeln und Fackeln bewaffnet auf das nun in Schutt und Asche liegende Haus zukamen. Aus den aufgebrachten, durcheinander sprechenden Stimmen und aufgrund des Fiepens in seinen Ohren konnte Nagash nur einzelne Fetzen verstehen, diese reichten allerdings aus, um den Grund der aggressiven Haltung zu erklären. Durch die Explosion waren einige Trümmerteile des Hauses so weit geschleudert worden, dass diese einige Scheunen und Häuser des Dorfes beschädigt hatten.

Aufgebrachte_Meute_aus_Wirselquell.jpg
Schmerzerfüllt und unter Panik sammelte Nagash einige nicht zerstöre Habseligkeiten auf, nahm seinen zu seinem Glück, nicht zerstörten Magierstab und suchte in den Wäldern Schutz vor der Meute.
Er irrte zunächst zwei Tage umher, versorgte seine Wunden notdürftig mit einigen Kräutern, sowie einem Verband aus zerrissenen Leinen und ernährte sich von rohen Pilzen und Beeren die er auf seinem Weg fand. Am dritten Tag hatte er einen Teil seiner magischen Kräfte wiedererlangt und heilte seine Wunden mit einem Balsam Salabunde. Er konnte wieder einigermaßen klar denken und ihm wurde bewusst, dass er sein Zuhause und seinen Ziehvater verloren hatte. Durch die Verwüstung des Dorfes konnte er nicht einfach zurückkehren, was sollte er dort nun auch?! Für ihn gab es nun nur einen Weg, den Weg nach vorne. In eine Welt die er aufgrund seines Unterrichts bei Edorian und den Aufgaben die er ihm gab, nie richtig kennengelernt hatte. Doch wohin sollter er nun gehen?
Seines Zuhauses und seines Vaters beraubt, entschloss er sich zunächst nach Thurana zu gehen. Edorian hatte ihn einige Male mitgenommen, als er den dort ansässigen Krämer und Händler Eberhard Lose besuchte. Nagash hoffte dort eine vorübergehende Bleibe zu finden und über seine Zukunftspläne nachzudenken.

Nagash

Im Schatten des Mondes Tom_Seeliger