Im Schatten des Mondes

Eintrag aus dem Tagebuch von Degon
Über das Datum wird noch debatiert

Wie ich sowas hasse. Da rackert man sich den ganzen Tag ab um einen Giftmischer Dingfest zu machen und stellt am Ende fest, dass es der Falsche war. Aber mal von Anfang an, ich sollte mir angewöhnen meine Gedanken chronologisch hier reinzuschreiben (wobei ich eigentlich garnicht schreiben kann, lel, Gedankentagebuch).

Das Fläschchen, welches wir auf Rashims Feier fanden, war tatsächlich dieses Gift Purpurblitz. Adrian Eisinger oder Eibinger, ich komm bei denen immer ganz durcheinander, brachte das Gift auch gleich zur Stadtwache. Am nächsten Tag gab es dann eine Gerichtsverhandlung. Adrian erzählte, dass er sich noch die halbe Nacht auf diese vorbereitet habe. Aber am Ende war das ganze dann doch eher eine Farce… Wo haben sie den Brief gefunden? In Rashims Gemächern… Alles klar, verhaften, wegsperren, nie wieder rauslassen. Ich weiß schon warum ich mit den Göttern und unserem Rechtssystem nicht so viel anfangen kann. Wobei das ganze ja noch relativ entspannt gewesen wäre, wenn wir den Richtigen gehabt hätten. In der Nacht trafen wir auf eine Tänzerin von Rashim, die gestand, das Gift auf Anweisungen bei ihm versteckt zu haben. Somit ist unser Hauptverdächtiger, der Auftraggeber selbst. Rashim hat nämlich ein Handelsabkommen mit den Zwergen geschlossen, was Ebelfried seines Monopols beraubt. Also werden wir wohl den morgigen Tag damit verbringen, in diese Richtung nachzuforschen.
Angefangen bei einem Bekannten von Adrian, einem Mitglied der Schwarzeicheln, die wohl ebenfalls mit dem Gift zu tun haben.

Soviel erstmal von mir, ich bin kein Mann der großen Worte. Ich habs lieber einfach und direkt an einem Kartentisch… Ach ja ich gewann von Gorim und Askalf noch 2 Silber beim Würfeln :) Also alles in Allem doch ein ganz erfolgreicher Tag.

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Eintrag aus dem Tagebuch von Gorim, Sohn des Taragrim
Willkommen in Andergast

Eintrag aus dem Tagebuch von Gorim, Sohn des Taragrim, Datum unbekannt
(Übersetzt aus dem Rogolan)

Andergast – Ich habe nicht gedacht, dass eine Stadt so stinken kann. Mir ist sowieso unverständlich, warum sich so ein Weiler überhaupt eine Stadt genannt wird.
Alles fing bereits vor den Toren an:
Wir hatten uns in Begleitung des selbst ernannten Zwergenforschers Emerian Feldwelzer und seiner tumben Begleitung Degon – Ich sollte mein verbliebenes Auge weiterhin auf sie halten – von Samrodgorosch aufgemacht, eine Geschichte, die ein Andermal erzählt werden soll. Nachdem den anderen ihre Waffen abgenommen und zwei von ihnen festgenommen wurden, musste mir dieser hochgeschossene Witz von einem Wachmann tatsächlich erklären, dass man in Andergast keine Waffen führen darf. Lächerlich!
Abartigerweise ist in den Landen der Menschen der Brauch der Bestechung weit verbreitet und ich musste mein Geburtsrecht auf diese Weise nachweisen. In der Stadt machte ich mich auf den Weg zu dem Gasthaus, in dem wir diese Nacht kostenlos auf die Einladung des örtlichen Händlers Ebelfried Eisinger hin unterkommen sollten: dem fetten Schinken.
Auf dem Weg musste ich mich neben dem Unrat der Stadt noch mit dem Unrat der Stadt, den Schwarzeicheln – was für ein lächerlicher Name – auseinandersetzen. Eine örtliche Schlägertruppe, ungefährlich.
Abends in der Taverne verkündete uns Ebelfried den Grund dafür, dass er uns eingeladen hatte:
Rafim-Amad Lamperez, ein Tuchhändler und Freund von Ebelfried, soll Gerüchten zufolge nicht nur mit Tuchen handeln – ein Gifthändler. Am nächsten Abend sollte Lamperez eine Feier abhalten. Wir sollten als Begleitung von Ebelfried die Feier besuchen und den Gerüchten nachgehen – wenn wir handfeste Beweise finden, umso besser.
Auf der Feier haben wir also damit begonnen uns in dem Anwesen des Tuchhändlers umzusehen. Das erste, was uns auffiel war, dass der Tuchhändler ein halbes Dutzend bewaffneter Söldner aus seiner Heimat in einem der Hinterzimmer für irgendetwas bereithielt. Wofür braucht ein Tuchhändler so viele bewaffnete Männer? Erwartete er einen Angriff? Waren die Söldner wirklich zu seinem Schutz vor Ort? Wir verschafften uns Zugang zu den Privaträumen von Lamperez und schauten uns um. In einer Betttruhe wurden wir tatsächlich fündig: dort, fast präsentiert, fanden wir ein kleines Fläschchen mit einer zähflüssigen farbigen Flüssigkeit.
Irgendetwas stimmte nicht… Die Söldner, die präsentierte und offen zu findende Giftdosis…
Nach der Feier berichteten wir Ebelfried von unserem Fund. Er wollte sich mit der Stadtwache in Verbindung setzen.
Mein schlechtes Gefühl ist seitdem nicht verschwunden.
In dieser Nacht habe ich nicht geschlafen.

Bisher keine Spur von Garmon…

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Eintrag aus dem Diarium von Nagash
Thurana, Valema & der Schwarzmagier

Ich bin endlich in Thurana angekommen. Fast eine Woche war ich nun unterwegs, ohne Nahrung und ohne Ausrüstung. Was für eine Tortur – aber ich habe es geschafft!
Ich war am verhungern und so entschloss ich mich in dem erstbesten Gasthaus eine Rast einzulegen. Meine letzten Taler gab ich für ein einfaches Mahl aus Brot, etwas Hartkäse und Tomaten her. Für etwas zu Trinken reichte es nicht.

Valema.jpg Während ich mein Mahl auf vermutlich unschöne Weise verschlang trat eine junge blonde Frau an meinen Tisch. Es war eine reizende Frau mit langen Haaren und leuchtend grünen Augen. Im ersten moment verschluckte ich mich an einem Stück Brot. Aus Ihrem Äußeren und der Kleidung schloss ich, dass sie wohl zum Landadel gehören musste. Was wollte diese Frau von mir?
Zu meiner Verwunderung lud sie mich zu einem Humpen Bier ein. Aufgrund des doch etwas trockenen Brotes und der Einladung dieser Frau, willigte ich mit Freuden ein. Wie sich herausstellte hatte sie noch drei weitere zu ihrem Tisch eingeladen. Zu diesen gehörten ein sehr junger blonder und schmächtiger Mann, wohl erst achtzehn Jahre, ein Riese von einem Menschen, der nicht aus der Gegend zu stammen schien und ein rotschöpfiger, zurückhaltender Mann, der aus irgendeinem Grund mein Interesse weckte. Er schien irgendetwas magisches an sich zu haben.
Es stellte sich heraus, dass diese Frau, sie stellte sich mit dem Namen Valema vor, nach einigen Abenteurern gesucht hatte, die ihr dabei helfen würden, die Machenschaften eines Schwarzmagiers zu beenden. Angeblich würden seit Monaten und Jahren Menschen aus der Gegend verschwinden und die Frau beschuldigte den Magier diese zu entführen.
Alle an dem Tisch waren zunächst skeptisch. Nachdem Valema die Hintergründe weiter beleuchtet hatte und jedem Anwesenden elf Dukaten für dessen Hilfe anbot, änderte sich allerdings die Meinungen der drei Unbekannten. Schlussendlich konnte sie mich allerdings auch überzeugen, denn sie versicherte mir, dass der Schwarzmagier sicherlich einige Artefakte besitzen würde, die ich dann als zusätzliche Bezahlung mitnehmen konnte. Nach kurzem überlegen stellte ich fest, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen konnte. Ein Lohn von elf Dukaten, die Aussicht auf magische Artefakte und das antreffen eines anderen Magiers überzeugten mich.
Wir saßen noch eine Weile zusammen, stellten uns gegenseitig vor und planten die anstehende Reise.

Zwei Tage nach der Abreise aus Thurana:
Zwei volle Tage sind wir nun schon auf dem Weg zu dem Turm des Schwarzmagiers. Den halben Tag hat es geregnet und alle waren nass bis auf die Knochen. Hinzu kommt das dieser Bengel, Wideus, Stundenlang herumquängelte. Er scheint noch nie wirklich in der Wildnis unterwegs gewesen zu sein und Angst vor Schmutz scheint er auch zu haben – lächerlich. Zum Abend hin fanden wir endlich einen guten Unterschlupf für die nahende Nacht – eine Höhle. Die Stimmung innerhalb der Gruppe wurde merklich besser, als wir ein Feuer anzündeten und unsere Kleidung trockneten. In diesem Zusammenhang war Wideus eine wahre Erleichterung, dieser Bengel führt eine beachtlichte Ausrüstung mit sich. In seinem Sammelsorium befinden sich Dinge, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Für die Nacht haben wir zur Sicherheit Wachen eingeteilt, aber was soll in dieser Wildnis schon passieren.

Dritter Tag:
Was für eine Nacht! Nichteinmal zwei Stunden nachdem wir uns zur Ruhe gelegt hatten tauchten Banditen auf. Zum Glück hatten wir Wachen eingeteiklt und dieser Askalf bemerkte rasch die drohende Gefahr. Letzendlich war es allerdings ein ungleicher Kampf. Meine vorrübergehenden Gefährten hatten zwar allerhand zu tun, doch wir hatten einen Vorteil – Mich! Mit einem mächtigen Ignifaxius ließ ich einen der Wilden zu Asche verbrennen und schlug zugleich alle anderen in die Flucht. Die Gesichter der anderen zeigten deutlich ihr Erstaunen und ich genoss den kurzen Moment der Blicke und des Neids. Nach diesem Kampf war keinem mehr nach Schlaf und so zogen wir weiter. Ich hoffe ich bekomme bald die Gelegenheit mich mit dem Schwarzmagier zu duellieren. Ich werde ihm meine Macht zeigen.

Vierter Tag:
Unglaublich! Ich kann es kaum fassen. Valemas Bitte nach Hilfe war eine List gewesen. Sie war mit dem Schwarzmagier im Bunde! Mithilfe der magischen Kräfte, die mir die ganze Zeit verborgen blieben, belegte uns Valema mit einem Vergessens-Zauber, sodass wir uns ohne Erinnerungen an die letzen Tage in einem Verließ wiederfanden. Wir kamen nur langsam auf die Beine und hatten Mühe uns in den Katakomben des Turms zurecht zu finden. Valema spielte weiterhin ihre perfides Spiel und lockte uns direkt in die Arme des Magiers. Dieser hatte in der Spitze des Turmes eine Ritual vorbereitet, für das wir wohl als Opfer dienen sollten. Auf dem Boden waren Symbole und Ornamente kreisförmig in den Boden gemeißelt, in dessen Mitte ein helles blaues Feuer wütete.
Demon__blue_Flame_.jpg Als die Lüge offenbart wurde, zeigte sich der Grund für meine Neugier an dem rothaarigen Theo. Rasend vor Wut benutzte er eine Art Magie, die mir noch nie zuvor begegnet, geschweige denn in den Lehren meines Vaters erwähnung gefunden hatte. Mit hasserfüllter Stimme und einer animalisch wirkenden, aber dennoch erstaunlichen Magie, ließ er den Körper der Betrügerin schlaff werden. Diese viel zu Boden und regte sich nicht mehr, doch tot war sie nicht. Askalf, der weniger über Valema, sondern mehr von der Magie des Schwarzmagiers erzürnt war, hob diese auf und warf sie in die hungrigen Flammen des Ritualkreises. Hätte ich den Plan Askalfs früher erkannt, hätte ich diesen aufgehalten. Denn der reglose Körper wurde nicht von den Flammen verbrannt, nein, er schwebte für einen kurzen Moment innerhalb des Kreises und began sich dann zu verformen. Wie eine Mutation, auf der einen Seite schön und auf der anderen Seite verstörend, veränderte sich der Körper der Frau und das Ritual des Magiers erschuf eine Bestie.

Dieses Wesen stürtze sich mit verzerrtem Gebrüll auf den jungen Burschen und schleuderte ihn gegen die Wand. Wideus sackte in sich zusammen und schien bewusstlos zu sein. Askalf und ich nutzten diesen Moment und griffen den Schwarzmagier an. Schwarzmagier.jpg Nach kurzer Zeit konnten wir die Verteidigung des Magiers durchbrechen und Askalf zeigte sein Waffengeschick. Mit einem mächtigen Schlag streckte er den Magier nieder. Im gleichen Moment schien auch die Bestie den Halt in dieser Welt zu verlieren. Die Verbindung durch den Magier war unterbrochen, unter Zuckungen und höllischem Wimmern schwand es vor sich hin. Zurück blieben nur die Überreste Valemas.
Ich eilte zu Wideus und heilte ihn mit einem Balsam Salabunde. Während der Behandlung spürte ich einen magischen Impuls im Herzen des Jungen. Er schien keine eigenen magischen Kräfte zu haben, aber empfägnlich für diese zu sein.
Wir untersuchten Valema, den Magier und dessen Habseligkeiten. Askalf unterbrach uns allerdings in einem Anfall voller Wut und Hass, in dem er den Turm in Brand steckte. Aufgrunddessen mussten wir rasch den Turm verlassen, um nicht in einem Meer aus Feuer gefangen zu sein. Ich konnte mir noch zwei Ringe und ein Buch des Schwarzmagiers, Valemas Amulett und einige Reagenzien schnappen bevor ich die Flucht antreten musste. Auf dem Weg habe ich leider zwei der Fläschchen fallen gelassen – was für eine Schande. Askalf dieser Narr, was ist nur in ihn gefahren. Er hat nicht nur unser Leben riskiert, sondern auch all die Mysterien und Schätze innerhalb des Turmes vernichtet.

Aber letzendlich bin ich froh überlebt und einige neue Objekte für Forschungen ergattert zu haben. Theo und Wideus muss ich auf dem Rückweg im Auge behalten. Ich frage mich welche Überraschungen die beiden noch bringen werden. Zudem werde ich auf dem Weg zurück die Gelegenheit haben, die Artefakte Valemas und des Schwarzmagiers zu untersuchen.
Nachdem wir uns außerhalb des Turmes gesammelt hatten, haben wir die Rückreise nach Thurana angetreten. Dort werde ich die Gruppe verlassen und meinen eigenen Weg gehen.

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