Adrian Eichinger

Geheimnisvoller Gelehrter

Description:

Knapp 1,90. Anfang 20. Er hat Schulterlanges Haar, welches mit einem Kopftuch aus dem Gesicht gehalten wird. Eine schlanke, sportliche Statur und für einen Gelehrten eher unüblich raue Hände. Er trägt eine kleine Narbe unter dem rechten Auge, das Überbleibsel einer Flasche bei einer Schlägerei in seiner Jugend. Besonders seine pechschwarzen Augen sind auffällig.
Auch die Waffe, welcher er führt ist eher selten bei einem Gelehrten zu sehen: Ein Rapier mit schönen Verzierungen und einem Wappen auf dem Griff (12 Gelbe Punkte auf grünem Grund)

Bio:

Warum ihn seine Eltern mit nur 5 Jahren in den Straßen Andergasts zurückließen, ist Ihm bis heute ein Rätsel. Aber rückblickend ist Daron doch recht froh darüber. Wenn er daran denkt, heute als Jahrmarktskünstler durch Aventurien zu ziehen und für ein paar Kreuzer sich für andere zum Narren zumachen, stehen ihm die Nackenhaare zu Berge.

Es muss Phexgewollt gewesen sein. Was auch durch sein Geschick beim Beutelschneiden sichtbar wurde. Klar ist das nicht die feine Art, aber irgendwie muss man ja an was Essbares kommen.

Das Leben seiner Jugend war alles andere als leicht, aber er kann mit Fug und Recht behaupten, er habe sich gut geschlagen. Oft genug sogar Wort wörtlich.

Eines Abends, nicht lang nach seinem achten Götterlauf, wurde Daron von einem seiner Gossenfreunde etwas überrascht gefragt, wie er so schnell ins Versteck hätte kommen können, wo er doch gerade noch weinend am Rand des Marktplatzes hockte und wo denn die tollen Klamotten plötzlich wären, die er eben noch getragen hatte. Etwas verwirrt ließ er sich zu der genannten Stelle führen und wirklich, da hockte ein Junge in edlen Klamotten und weinte. Aber das erstaunliche war, dass er nicht einen Fremden sah, wenn er den Jungen betrachtete, sondern es war eher, als würde er in einen Spiegel blicken. Die Ähnlichkeit war verblüffend. Von der Körpergröße bis hin zu den schwarzen Augen. Nur sah der Junge gepflegter aus und bei weitem verweichlichter als Daron selbst. Nach einigem hin und her und diversen Beruhigungsversuchen gelang es ihm endlich ein paar Worte aus dem Jungen zu entlocken. Sein Name war Adrian von Kieselholm, Sohn eines Barons unweit von Greifenfurt. Er war von zu Hause weggelaufen, weil er einen schrecklichen Streit zwischen seinen Eltern mitbekommen hatte. Auf einem Karren war er bis nach Andergast gekommen und kaum war er eine halbe Stunde hier, wurde ihm auch schon all sein verbleibendes Geld gestohlen.

Im Laufe der nächsten Wochen wurden beide Jungen die besten Freunde und Daron lernte alles von Adrian, was es über das Leben am Hofe zu wissen gab und Daron brachte seinem Freund im Gegenzug das Leben auf der Straße bei, weil eine Rückkehr stand für Adrian nicht zur Debatte.

Mit der Zeit wurde Daron immer besser und besser in seinem Handwerk, besonders das Erklettern von Häusern und das Knacken von Schlössern lief bei ihm fast wie automatisch ab.

Bereits seit seinem ersten Einbruch hat er es sich angewöhnt einen Teil seiner Beute an den örtlichen Phextempel zu spenden. Zwar war dieser eher für die Händler gedacht, aber Münze war eben Münze. Daron fand, es sei besser mit Phex zu teilen, sodass dieser eine schützende Hand über ihn hielt, als irgendwann mal plötzlich von Gardisten gepackt zu werden.

Mit 10 Jahren passierte das, was Darons Leben für immer verändern würde. Bei einer Prügelei mit einer anderen Gang, bei der es um ein Teil eines Territoriums ging, kam es zu einem bedauerlichen Unfall. Adrian stürzte nach einem Kinnharken ungünstig und schlug mit dem Kopf auf einen Stein auf. Er war auf der Stelle tot.

In Trauer um seinen besten Freund verfiel Daron in ein tiefes Loch und seine Einbrüche wurden immer unvorsichtiger und gewagter. So kam es, dass er in einer mondlosen Nacht auf eine Wette einging, die Ihn auch das Leben hätte kosten können. Er sollte in den Königspalast einbrechen und von dort irgendetwas mitbringen, was das beweisen würde. Es gelang ihm über die Palastmauer zu klettern und bis in die Küche vorzudringen. Dort wurde er von einem der angestellten Bäcker zwar entdeckt, aber diesem konnte er noch knapp entkommen. Auf der Flucht schaffte er es sogar noch, einen goldenen Kelch des Königs zu packen.

Nach der erfolgreichen Flucht und nachdem Daron sein unfassbares Glück endlich begriffen hatte, besuchte er mal mehr den örtlichen Tempel und stellte den Kelch unbemerkt zu den anderen Spenden für Phex.

Die nächsten Tage fühlte er sich stets beobachtet, konnte aber nie jemanden sehen. Eines Morgens fand Daron eine Nachricht neben seinem Bett liegen, in der stand, dass jemand ihn sehen wolle. Neugierig begab er sich zu dem genannten Ort. Dem Ende einer kleinen unscheinbaren Gasse. Ein alter Mann trat auf ihn zu und erklärte, dass sein Einbruch nicht unbemerkt geblieben sei. Nicht unbemerkt von Phex selbst. Nach einigen weiteren Prüfungen bekam er die Chance ein Novize des Phex zu werden, aber nicht im öffentlichen Tempel sondern im verborgenen Götterhaus des Fuchses.

Im Laufe seiner Lehre zum Geweihten, kam ein enormes Talent für Sprachen zu Tage, das gefördert werden müsse. Als Teil seiner Weihe habe er die Gunst von mindestens vier anderen versteckten Tempeln in Teilen Nord-Aventuriens zu erlangen und die dort ansässigen Sprachen zu erlernen.

Dieses Unterfangen dauerte beinahe 10 Jahre. Während dieser Zeit entstanden die Alias des Adrian Eichinger, eines wandernden Gelehrten für Sprache und, zum Gedenken an seinen verstorbenen besten Freund, die des Adrian von Kieselholm. Einem Adligen Taugenichts, der lieber die Welt sehen wolle, als den Platz seines Vaters in der Baronie anzutreten.

Nach Beenden seines Dritten Tempels in Angbar, zieht es ihn zurück nach Andergast. Er befindet sich in Begleitung eines Zwergen namens Gorim…

Adrian Eichinger

Im Schatten des Mondes patrick_laux1985